EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Boxberg-Wölchingen von der Straßenseite aus gesehen
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Bau und Streckeneröffnung Das 53,48 Kilometer lange Teilstück zwischen Osterburken und Lauda zur bayerischen Grenze wurde am 1. November 1866 in Betrieb genommen. Der Güterverkehr begann 1867. Für die Bauarbeiten waren überwiegend bayerische Arbeiter angeworben worden.

Das Empfangsgebäude Boxberg-Wöchlingen

Das traufenständige, zweistöckige Stationsgebäude auf rechteckigem Grundriss in Hanglage war ein Putzbau, der auf einem aus Bruchstein gebauten Kellergeschoss errichtet wurde. Es besaß auf Orts- und Gleisseite einen Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt). Die Gebäudekanten, die Gurtgesimse (ein Gesims an Fassaden, das zwischen den Geschossen liegt) und das Dachgesims (das oberste, das Bauwerk abschließende Gesims) sowie die Fenster- und Türrahmen bestanden aus dunkelrotem Sandstein. Das Gebäude hatte Segmentbogenfenster und ein flaches Walmdach. Der Keller besaß große Rundbogentüren und gereihte (mit einem Rahmen zusammengefasste) Rechteckfenster. Der Zugang zu den Außenbahnsteigen führte über eine Außentreppe zum höher gelegenen Hausbahnsteig. Der Außenbahnsteig mit hölzernem Wartehäuschen konnte über einen Gleisübergang aus Holz erreicht werden. Der Warteraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie Diensträumen befand sich im ersten Stockwerk, die Wohnung des Bahnhofsvorstehers lag im zweiten Stock. Ein separates, zweistöckiges Bahnwärterhaus mit Satteldach, das ebenfalls ein Kellergeschoss aus Bruchstein besaß befand sich westlich des Stationsgebäudes. Ein separater hölzerner Güterschuppen mit Seiten- und Kopframpe stand östlich des Stationsgebäudes. Die Gleisanlage des Zwischenbahnhofs beschränkte sich auf die Durchgangsgleise, von denen ein Stumpfgleis zur Kopf- und Seitenrampe des Güterschuppens führte. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Ausbauten oder Änderungen In der Gemeinde Boxberg (Baden) gibt es auch noch den stillgelegten Bahnhof Schweigern (Baden) im Ortsteil Unterschüpf, dessen Bahnhochbauten unter Denkmalschutz stehen (Link-Wikipedia). Aus Sicherheitsgründen wurden Weichenverbindungen in den Hauptgleisen eingebaut um die Personenzüge nur noch am Hausbahnsteig halten zu lassen. Dafür wurde ein Stellwerksanbau für den Fahrdienstleiter an der westlichen Gebäudewand errichtet. 2017 wurde das Stationsgebäude von der Deutschen Bahn AG (DBAG) saniert. Es soll in die Denkmalliste eingetragen werden. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude ist bis heute in seinem ursprünglichen Zustand weitgehend erhalten geblieben.
Bilder Boxberg-Wölchingen
Bahnhof ca. 1928
Luftaufnahme
Die Eisenbahn “kam” am 1. November 1866 nach Boxberg. Also 31 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Boxberg hatte zu diesem Zeitpunkt wenig Einwohner (Ende 2020 waren es 6.718 Einwohner).
Bahnhof ca. 1928 Mosbach - Würzburg Mosbach-Neckarelz Würzburg Hbf Planung und Konzession

Bahnstation Boxberg-Wölchingen